Homöopathie

Paracelsus, der von 1493 bis 1541 lebte, war von dem Wunsch besessen, der Lehre des Hippokrates wieder den Weg freizumachen. Er hinterließ 200 wissenschaftliche Werke mit vielen Behandlungsanweisungen.

Hahnemann (1755 bis 1843) akzeptierte schon als Student die Schulmedizin nicht. Nachdem er seinen Doktor gemacht hatte, zog er über das Land und behandelte Kranke mit von ihm selbst hergestellten Tinkturen und Kräutermischungen. Er hatte es sich als Ziel gesetzt, die Selbstheilungsprozesse des Körpers zu unterstützen und so dem Menschen zu helfen. Hahnemann stellte mit der Zeit fest, dass die Arznei mit zunehmender Potenzierung (Verdünnung) in ihrer Wirkung tiefgreifender war. Normalerweise müsste das Gegenteil angenommen werden, dass also, je höher die Verdünnung, desto geringer die Wirkung sei.

Similia similibus curentur - Ähnliches werde mit Ähnlichem geheilt. Anders umschreiben kann man es mit: Krankheiten werden geheilt durch solche Arzneistoffe, welche durch Prüfung an Gesunden dem vorliegenden Erkrankungsfall möglichst ähnliche Symptome hervorgerufen haben. Den bekanntesten Versuch führte Hahnemann mit Chinarinde durch. Er aß mehrmals am Tag kleine Portionen Chinarinde, worauf er jedes Mal nach der Einnahme mehrere Symptome bekam: Herzklopfen, Mattigkeit, Zittern der Glieder, Schwindel, Ängstlichkeit und Fieber waren einige dieser Symptome. Hahnemann erkannte so, dass man zur Heilung einer Krankheit einen Naturstoff anwenden kann, welcher, wenn er probeweise von einem gesunden Menschen eingenommen wird, möglichst ähnliche Krankheitssymptome erzeugt.

Achtung! Seit dem 28. 01. 2022 hat sich das Tierarzneimittelgesetz geändert. Homöopathische Einzelmittel, welche keine Veterinär-Zulassung haben, dürfen durch Tierhalter oder andere Nicht-Tierärzte (darunter fallen auch Tierheilpraktiker) nicht mehr bei Tieren angewandt werden. Die apothekenpflichtigen homöopathischen Präparate, welche für die jeweilige Tierart zugelassen sind, dürfen weiterhin verabreicht werden.

Es gibt heute Tausende Natursubstanzen, die in verschiedenen Verdünnungen verfügbar sind. Einige hiervon tragen „Eselsbrücken“ in deutscher Sprache, wie z. B. Blutwurz, welches bei Blutungen Anwendung findet, und Augentrost bei Augenleiden.

Je nach Krankheitsbild und Verlauf einer Erkrankung wird durch eine genaue Anamnese bestimmt, welches Mittel angezeigt ist und wie oft es verabreicht werden muss. Wichtige Punkte, die abzuklären sind, z. B.:

In manchen Situationen, wie z. B. bei einer Vergiftung, muss das Medikament alle10 - 15 Minuten eingegeben werden, und es gibt chronische Erkrankungen, bei denen eine einmalige Gabe pro Tag/Woche oder noch seltener ausreicht. Dies muss der zuständige Therapeut bestimmen und festlegen. Im Allgemeinen sei gesagt, dass bei akuten Leiden niedrige Potenzen und bei chronischen, tiefliegenden und langwierigen Leiden hohe Potenzen verabreicht werden.

Sollte man mehrere Mittel kombinieren, ist unbedingt die Verträglichkeit der einzelnen in Kombination zu überprüfen. Es gibt sogenannte Antidote (Gegenmittel) oder gar Feindlichkeiten.

Erstverschlimmerungen sind in einer homöopathischen Behandlung nicht selten und für einen Therapeuten ein Zeichen, dass die Therapie anspricht. Der Körper fängt an zu kämpfen, sich zu wehren und das zeigt sich oft in verstärkten Symptomen. Diese Symptome halten meist nur kurze Zeit an.

Erstverschlimmerungen

Die Wirkung der homöopathischen Mittel hängt auch davon ab ob, das Tier jung oder schon im fortgeschrittenen Alter ist.

Um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen, weise ich darauf hin, dass die hier angegebenen Heilverfahren wissenschaftlich umstritten sind und von der Lehrmedizin teilweise nicht anerkannt werden.